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Digitale Transformation - ein Chancenreservoir für Ihre Bank

10.12.2018
Die digitale Transformation verändert unsere Arbeitswelt - das ist sicher. Und sie bietet Chancen. So zum Beispiel, indem man sich die Frage nach erfolgversprechenden innovativen Ansätzen stellt, mit denen sich das bestehende Geschäftsmodell weiterentwickeln lässt. Im Rahmen eines zweitägigen Workshops entstehen da interessante Möglichkeiten.

Kalle Peitz

Kalle Peitz, ist einer der älteren Vertreter der Generation Y, Jahrgang 1983. Manche nennen ihn einen „Digital Native“. Er ist Experte für Innovation, Agile Methoden und Digitalisierung. In seinen vielseitigen Projekteinsätzen in Konzernen und mittelständischen Unternehmen begleitete er bereits digitale Transformationsprozesse mit Hilfe von Design Thinking, Geschäftsmodell-Entwicklung, Lean StartUp und als Scrum Master. Mit diesen Ansätzen möchte er Veränderungen der Arbeitsweise in einer komplexen, agilen Welt schaffen. Seine Expertise erlangte er durch die Gründung von zwei Technologie-Unternehmen und zwei Beratungsgesellschaft. Zudem war er Teil der Geschäftsleitung eines aufstrebenden Start-Ups.


Immer wieder werden Horrorszenarien über die Digitalisierung entworfen: „Maschinen werden uns vom Arbeitsmarkt verdrängen, sie werden uns Menschen ersetzen“ und in dem ein oder anderen Film wollen sie sogar „unsere Existenz auslöschen“. Bullshit. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Radio erfunden. Hysterie kam auf, darüber, dass das Buch (das gedruckte) jetzt aussterben werde. Dasselbe passierte mit dem Radio, als das Fernsehen kam, dasselbe soll gerade dem Fernsehen blühen, seitdem das Internet eine solch hohe Verbreitung hat. Gibt es immer noch Bücher? Das Radio? Das Fernsehen?  

Innovationen sind Veränderungen in neumodisch. Abschreckend bleiben sie deshalb trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen. Denn: Sie können wehtun. Sie können das Leben, das man kennt, von heute auf morgen umwerfen. Und das macht Angst. Gerade dann, wenn ein Mensch sich im Leben zurechtgefunden zu haben scheint. Innovationen nehmen einem nämlich vermeintlich erstmal etwas weg, was man mag oder an das man sich eben gewöhnt hat. Beispielsweise ein technisches Erfassungssystem. Da ist die Benutzeroberfläche bekannt, wie es genutzt wird, wo sich was befindet. Ein neues System heißt Arbeit, sich reinfuchsen, scheitern plus den Verlust des alten Systems. Menschen trauern. Sie rebellieren gegen diese Neuerungen – auch dann, wenn die Innovation sogar objektiv betrachtet einfach besser ist.  

Im Bankenalltag begegnet einem diese Angst vor Innovationen häufig. Das hat einen Grund. Im Bankenwesen arbeiten Menschen, die Sicherheit mögen und diese in Zahlen finden. Da Innovationen – wie jeder Veränderung – ein Unsicherheitsfaktor innewohnt, ernten sie meist keine Jubelschreie. Und jetzt kommt der springende Punkt: Wir leben heute in der sogenannten Vuca-Welt (volatility, uncertainty, complexity und ambiguity – in Deutsch: Volatilität (Unbeständigkeit), Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit). Prozesse, die mal vorhersehbar und deshalb langfristig prognostizierbar waren, sind heute hochkomplex, ändern sich schnell und sind somit schwer planbar. 

Die daraus entstehenden Herausforderungen der unaufhaltbaren Digitalisierung sowie die massiven Veränderungen auf den Märkten, erfordern ein hohes Maß an Innovationskraft von Unternehmen und Mitarbeitern. Von Bankberatern wird immer häufiger erwartet, dass sie nicht nur Experten für genossenschaftliche Beratung, sondern zugleich in der Lage sind, über die Medien Chat, Telefonie und Video einen persönlichen Kontakt zum Kunden aufzubauen. Um dies gewährleisten zu können ist es unverzichtbar, dass alle MitarbeiterInnen die digitalen Bankanwendungen nicht nur beherrschen und selbst nutzen, sondern diese dem Kunden auch anbieten und erklären können. Aber selbst das reicht nicht, um wirklich innovativ zu sein. Dafür müssen aktuelles Wissen und praxisorientierte Methoden innovative Prozesse anstoßen.  

Digitale Transformation: der Killer alter Strukturen 

Unternehmen, die sich der Digitalisierung stellen, sollten offen dafür sein, ihre Organisationsstruktur zu ändern. Ein Beispiel ist der Omnikanalservice, der von Kunden mittlerweile erwartet wird. Das heißt, Kunden wollen das Unternehmen auf unterschiedlichen Kanälen erreichen können (Face2face, online, telefonisch, whatsapp, etc). Andererseits müssen Unternehmen selbst auch versuchen, Ihre Kunden auf allen möglichen Wegen „abzufangen“ und „anzusprechen“.

 

Sechs Strategien in Richtung IT-Resilience 

Der Kunde ist König (mit extremer Handlungsgeschwindigkeit) 

Auch wenn der Spruch nicht mal mehr die Wurst vom Brot zieht, hat er an Bedeutung an nichts verloren. Digitale Änderungen in Unternehmungen sollten sich immer – und zwar tatsächlich immer - am Kunden orientieren. Alles andere scheitert.

 

Das Werte-Einmaleins 

Wirklich erfolgreiche Unternehmen verkaufen Werte. Das heißt, sie schaffen es, ihre Dienstleistungen und Produkte so zu konstruieren und zu vermarkten, dass sie dem Kunden einen besonderen Nutzen bieten oder ein Problem auf spektakulär andere Art und Weise zu lösen als die Konkurrenz.

 

Innovationen fördern 

Nicht jede Innovation wird ein erfolgreiches Produkt oder Dienstleistung, trotzdem sollten Sie Innovationen in Ihrem Unternehmen fördern. Denn selbst, wenn eine Idee nicht der Marktrenner wird, ernten solche Experimente Erkenntnisse, die Ihr Angebot verbessern können.

 

Big Data nutzen 

Meist sammeln Unternehmen bereits Daten ihrer Kunden – sie nutzen diese nur nicht. Dabei lässt sich anhand dessen so vieles lernen! Wie ist das Kundenverhalten wirklich? Was könnte die Produkte verbessern? Was mögen die Kunden – was nicht? Bergen Sie Ihre schlummernden Schätze!

 

Bewusstmachen 

Die digitale Transformation rüttelt heftig am Unternehmen und alle Erfahrungswerte scheinen kaum noch von Wert zu sein. Sich neuen Geschäftsmodellen, Innovationen und einer Werteverschiebung zu stellen, statt sie zu negieren oder tot zu schweigen, kann ein harter Schritt sein, aber er ist notwendig, wenn Sie Ihr Unternehmen in die Zukunft führen möchten.  

Eines ist klar: Vor Innovationen können sich Banken nicht mehr länger verstecken. Wer jetzt sein Geschäftsmodell überprüft, schafft gute Voraussetzungen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

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