zu Meine ABG

Vom Bankfachwirt zum Bankvorstand - Wie kann das gehen?

Das genossenschaftliche Bildungssystem bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksbanken Raiffeisenbanken zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten in den einzelnen Fachbereichen oder als Führungskraft vom Teamleiter bis zum Vorstand. Im Interview berichtet Thomas Maier (Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Aiglsbach eG) über seinen durchs BankColleg geprägten Weg vom Fachwirt bis zum Vorstand.






Thomas Maier ist Vorstandsmitglied
der Raiffeisenbank Aigslbach eG

Herr Thomas Maier, Vorstand der Raiffeisenbank Aiglsbach eG begann im September 2003 mit dem Bankfachwirt BankColleg. Innerhalb weniger Jahre konnte er sich über die BankColleg-Schiene die theoretischen Kenntnisse als Bestandteil der fachlichen Eignung gemäß § 25c Abs. 1 KWG (Geschäftsleiterqualifikation) aneignen. Seit einigen Jahren hat er nun eine Vorstandsposition in seiner Bank inne. Herr Maier berichtet uns im folgenden Beitrag über seinen Karriereverlauf und wie er dabei über das BankColleg in seiner Entwicklung begleitet und unterstützt wurde.


Herr Maier, Sie haben im Jahr 2003 mit dem „Bankfachwirt BankColleg“ begonnen. War es damals bereits Ihr Ziel Bankvorstand zu werden?

Nein, damals war ich noch weit von solchen Überlegungen entfernt. Ich wechselte zu der Zeit in die Marktfolge-Aktiv die sich im Aufbau befand. Mein Fachwissen wollte ich im Hinblick auf spätere Weiterqualifizierung vertiefen und da schien mir der Bankfachwirt der richtige Weg, um den Grundstein zu legen.

 

In einem zweiten Schritt absolvierten Sie in 2007 erfolgreich den „Bankbetriebswirt BankColleg“. Beschreiben Sie uns doch bitte kurz, inwieweit die ersten beiden Stufen beim BankColleg Sie in Ihrem weiteren Karriereweg beeinflusst haben.

Der Fachwirt legte den Grundstein für meine Tätigkeit in der Marktfolge-Aktiv. Das hierbei erworbene betriebswirtschaftliche Know-how konnte ich entsprechend in der Praxis einbringen, um Zusammenhänge besser zu verstehen und Entscheidungen auf einer fundierten Basis zu treffen.

Als sich dann die Möglichkeit bot an der Akademie auch den Bankbetriebswirt zu absolvieren der auf dem Fachwirt aufbaut und lediglich ca. 1 Jahr dauert, entschloss ich mich, meine Kompetenz noch weiter zu vertiefen. Natürlich wollte ich auch meine weitere berufliche Entwicklung durch einen höheren Bildungsabschluss vorantreiben.

 

Die Geschäftsleiterqualifikation nach KWG erhielten Sie nach dem erfolgreichen Abschluss der dritten Stufe, dem „dipl. Bankbetriebswirt BankColleg“ in 2009. Sie haben damit in kurzer Zeit die komplette Schiene des BankCollegs durchlaufen. War dies rückwirkend gesehen der richtige Weg, um sich das erforderliche Rüstzeug für Ihre Vorstandstätigkeit anzueignen?

In unserem Haus rückte zu diesem Zeitpunkt bei einem Vorstand der Ruhestand näher und es stellte sich die Frage: Was fehlt denn eigentlich noch nach dem erfolgreichen Abschluss zum „Bankbetriebswirt BankColleg“ zur Geschäftsleiterqualifikation? Es wurde dann Rücksprache mit der ADG gehalten, was die fachtheoretische Anforderungen an einen Vorstand anbelangt, als auch die zeitliche Komponente und in wie weit meine bisherigen Abschlüsse anerkannt werden.

Die Entscheidung für den Weg „dipl. Bankbetriebswirt BankColleg“ beruhte dann darauf, dass ich aufgrund des Wochenendformats weniger Fehltage in der Bank hatte, da ich mittlerweile in vielen Bereichen stark eingebunden war und somit der betriebliche Ablauf weniger beeinträchtigt wurde. Außerdem hatten wir mittlerweile einen Sohn im Alter von einem Jahr und ich war dadurch weniger von zu Hause weg. Natürlich musste ich auch hierbei den Lernstoff in Eigeninitiative vor- und nachbereiten, aber in der zeitlichen Einteilung war ich freier und konnte auch mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des „dipl. Bankbetriebswirt BankColleg“ und der damit erworbenen fachtheoretischen Geschäftsleiterqualifikation erfolgte nach meiner Zeit als Prokurist die Bestellung zum Vorstand und es wurden seitens der Aufsicht keinerlei Fragen oder Zweifel bzgl. der Eignung gestellt.

Aus den vorgenannten Gründen kann ich nur sagen, dass dieser Weg der für mich richtige war und ich es wieder genauso machen würde.

 

Welche nützlichen Hinweise können Sie für die bald beginnenden oder aktuell studierenden Bankfachwirte geben, die ein ambitioniertes Karriereziel haben?

Man muss sich grundsätzlich bewusst sein, dass dies alles kein Selbstläufer ist und man sich in der Freizeit, nach dem eigentlichen Job, entsprechend engagieren muss. Man hat aber den großen Vorteil, das neu erworbene Wissen in der Bank und der täglichen Praxis einfließen lassen zu können und sich daher zeitgleich auch beruflich zu festigen.

Aus Sicht eines Personalverantwortlichen kann ich sagen, dass ein zusätzliches Engagement in die eigene Aus- und Weiterbildung sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Außerdem wird bei der Auswahl von künftigen Führungskräften ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Engagement erwartet, welches ich mit erfolgreicher, eigenverantwortlicher Weiterbildung bereits belegen kann.

Ich kann nur jedem empfehlen, der seine berufliche Entwicklung aktiv gestalten will, den Grundstein hierfür mittels der BankColleg-Reihe selbst zu legen.

Ihr Ansprechpartner

Profilbild
Stefan Baur
Produktmanager

BankColleg

Tel.: 08461/650-1355
Fax: 08461/650-1350