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Und auf einmal ist alles wichtig - Das muss Führung heute können, damit das Ergebnis stimmt

Als Bindeglied zwischen Vorstand und Mitarbeitern kommt Führungskräften eine große Bedeutung zu - gerade in Zeiten von Veränderungsprozessen. Als Executiv Coach und Trainerin ist Gabriele Herdin eine Expertin für Veränderungsprozesse und sie zeigt auf, worauf es für die Führungskräfte ankommt.

Gabriele Herdin

Gabriele Herdin versteht sich als "Wandelmacherin". Als Executive Coach und Trainerin begleitet sie Institutionen und Personen auf ihrem Weg, um gemeinsam mit ihnen einen dauerhaft postiven Wandel herbeizuführen.
Auch die Bankenwelt befindet sich in einem digitalen Wandlungsprozess. Führungskräfte nehmen hier eine bedeutende Rolle ein. Als Bindeglied zwischen Vorstand und Mitarbeitern leisten sie einen entscheidenden Beitrag, dass Veränderungsprozesse erfolgreich verlaufen. In ihrem Beitrag stellt Gabriele Herdin dar, worauf es ankommt.


 

5 Schritte zum "Begräbnis" von EINEM Führungskonzept

Die Neuausrichtung der Genossenschaftsbanken, um für die Zukunft gerüstet zu sein - mit Qualität in der Kundenbetreuung und profitabel - setzt bewusste Veränderungen voraus. Neue Filialkonzepte, klare strategische Ausrichtungen, neue Arbeits- und Geschäftsmodelle bedeuten dabei für die Belegschaft ein großes Engagement, um die Themen umzusetzen. Als Führungskraft sind Sie in diesen Situationen doppelt belastet. Sie sind Betroffene der Veränderung und müssen gleichzeitig die Veränderung erfolgreich vorantreiben. Digitalisierung, Agilität, Komplexität, Wandel, Aufsichtsrecht, Hierarchie vs. agile Aufstellung, Projekte und Fusion – um nur ein paar Aufgabenpakete aufzuzeigen. Wie soll man das mit seinem Team angehen, um die wichtigste Aufgabe, die persönlich-finanzielle Entwicklung des Kunden besonders gut gelingen lassen?

Natürlich machen Sie sich als Führungskraft Gedanken, wie Sie die Themen angehen und mit Ihrem Team erfolgreich gestalten können. Vielleicht gibt es aber auch eine Vertrauensperson, mit der Sie die Dinge besprechen und deren Hinweise, Empfehlungen und Meinung Ihnen wichtig sind.

Was macht diese Person so wertvoll? Sie kann zuhören, sie verurteilt nicht, sie gibt keine Ratschläge, wenn man nicht danach fragt, sie ist geduldig, nahezu ein Naturtalent.

Was liegt näher als von den Naturtalenten, unseren Sparrings-Partnern oder Freunden, zu lernen?

  • sie zeigen ihr Interesse an dem, was uns gerade umtreibt

  • sie lassen einen wissen, dass man normal ist, weil es ihnen zu bestimmten Fragestellungen ähnlich ergeht.

  • sie geben Hilfestellung dadurch, dass sie uns z.B. wichtiges von Unwichtigen erkennen lassen oder dass man nicht alles auf einmal schaffen kann, wenn man in unterschiedlichen Rollen ist

  • sie wollen, dass es uns wieder gut geht/gut ergeht.

  • und nicht zu vergessen: Sie lassen uns ins Unreine denken und planen ohne alles sofort in Frage zu stellen – stehen aber parat, wenn man um Hilfe ruft.

Gibt es dafür eigens ein Führungskonzept mit der Aussage „mach' es so und du machst es richtig?“

NEIN – denn wirksame, d.h. messbar erfolgreiche Führung besteht aus einer Haltung, heute Mind-Set genannt, und dem Fleiß psychologisches Führungswissen auf aktuellem Stand zu halten.

Die Führungsforschung hat in über 50 Studien die Führungsdimensionen herausgefiltert, die besonders zugkräftig sind: 

- Empowering-Leadership

- Führen durch Sinn- und Visionsvermittlung und

- direktive Führung.

Als Führungskraft und damit Profi-Sparrings-Partner für Mitarbeiter, Kollegen oder Vorgesetzte sollte ich mir der nachstehenden 5 Schritte bewusst sein, methodisch danach handeln können (wie mittels Interventionen, die man aus dem Coaching adaptiert) und gleichzeitig psychologische Grundlagen und Modelle kennen, um zu verstehen, wie sich Menschen entwickeln und reagieren. Es muss einem klar sein, was Menschen brauchen.

Die Führungsforschung hat in über 50 Studien die Führungsdimensionen herausgefiltert, die besonders zugkräftig sind.  Führen durch Sinn- und Visionsvermittlung wurde als wirksam bestätigt, genauso wie Empowering-Leadership und die direktive Führung.


Wie lebt man diese 5 Stufen als Führungskraft?

Interesse an Aufgaben
Seien Sie interessiert, was bei den Mitarbeitenden ansteht, welche Aufgaben aktuell zu meistern sind. Wenn Sie wissen, was Ihr Team und einzelne umtreibt, können Sie mittels Fragen konstruktive Blickwinkel zur Bewältigung der Aufgaben fördern, Sie können sich Austauschen und bei Bedarf Input geben oder Austausch mit anderen veranlassen. Trotzdem ist allein das Interessiert Sein der wesentliche Baustein von Führung – denn jeder Mensch möchte ein positives Selbstbild haben. Werden die Aufgaben bemerkt, fühlt sich auch der Mensch erkannt! Hören Sie also zu!

Interesse am well-being
D
ie größte Sorge könnte nun sein, dass Sie durch das Interesse an den Aufgaben vielleicht ein solidarisches Jammern hervorrufen könnten. Hier ist die Kunst als Führungskraft gefragt, situationsangemessene Werkzeuge parat zu haben:

1. Zu erkennen, wann Aufklärung notwendig ist, z.B. mittels psychologischer Modelle, damit sich die Mitarbeiter „normal“ vorkommen und feststellen, sie sind nicht „komisch“.

2. Herausarbeiten können, was in der Hand der Abteilung und des Einzelnen liegt und was nicht.

3. Rollenklarheit zu moderieren, damit Mitarbeiter ihre Aufgaben zielgerichtet angehen können. Als Führungskraft empowern Sie damit Ihre Mitarbeiter, dass diese ihre Gefühle regulieren können und gewappnet sind für besondere Belastungssituationen[1].

Vertrauen in Fähigkeiten
Professionell Vertrauen zu gewähren hat es in sich. Mitarbeiter leiten das Vertrauen in ihre Fähigkeiten davon ab, was ihnen an Aufgaben übertragen werden. Aufgabenübertragung ist somit die deutlichste Form von Mitarbeiterbeurteilung. Damit Sie Vertrauen schenken können, müssen Sie als Führungskraft Rahmenbedingungen schaffen bei der Aufgabenübertragung:

1. klären Sie Erwartungen

2. pflegen Sie Transparenz, ob zum Stand der Dinge, zu geänderten Rahmenbedingungen, Risiken oder Umgang mit Fehlern bei dieser Aufgabe

3. halten Sie Ihre Versprechen. Dadurch können Sie Vertrauen schenken, das Ihre MA spüren – und diese können wiederrum Ihnen Vertrauen, was eine wichtige Grundlage für well-being ist! Vertrauen ist Arbeit und dies können Sie managen!

Freiräume
...sind individuell! Fast wie ein Fingerabdruck bei Menschen, ist auch der Wunsch nach Freiraum bei jedem unterschiedlich. Zugleich ist er abhängig von der Unsicherheit von Personen und Situationen. Probieren Sie es aus: Je mehr Sicherheit in einer Aufgabe steckt, desto mehr Freiheit können Sie übertragen bzw. können Sie loslassen in der Überwachung.

Hilfestellung – und wenn dann alle vertrauensvoll loslegen, es ihnen dabei gut geht und sie wissen, dass die Führungskraft weiß, an was sie arbeiten, dann gibt es noch besondere Situationen, die Hilfestellung benötigen. Sich darüber abstimmen ob PE, Mentoring, ein Tipp oder über die Schulter schauen bei einem Kollegen hilft, ist zügig geklärt, wenn Vertrauen in der Beziehung herrscht.

Die Qualität der Beziehung ist Merkmal Nummer 1 für stärkendes Führen. Mangelnde Beziehungsqualität ist nach dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales die stärkste psychische Belastung. Was eine gute Beziehung ausmacht, lässt uns der Blick auf beste Freunde klar werden – sich an jemanden vertrauensvoll wenden können!

In meiner Praxis werde ich in Führungsrunden oft gefragt: Glauben Sie, wir schaffen das? Meine Antwort darauf ist angelehnt an Pippi Langstrumpf, die man sich in der Kindheit als beste Freundin vorstellen konnte, „Das haben Sie so noch nie gemacht, deswegen bin ich mir vollkommen sicher, dass Sie das schaffen!“

Die Führungsdimensionen „Führen durch Sinn- und Visionsvermittlung“ und „direktive Führung“ betrachten wir in der nächsten Ausgabe des ABG-Newsletters.


[1] https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/Psychische-Gesundheit.pdf?__blob=publicationFile, BMAS vgl. Seite 94, Abruf 24.08.19, 08.08 Uhr


Seminarhinweise

VeranstaltungDatumOrtSeminarartKürzel
26.04.2021-27.04.2021BeilngriesSeminarADIA 21001
17.05.2021BeilngriesSeminarICO 21001
23.09.2021-24.09.2021BeilngriesSeminarPEC 21001
 

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