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Führung – vieles wird gehypt – manches bleibt

Die derzeitigen Diskussionen um die perfekte Art und Weise des Führens drehen sich um New Work, hierarchielos und agil. Wie aber gelingt es, den eigenen Verantwortungsbereich erfolgreich zu managen und die anvertrauten Mitarbeiter für gemeinsame Vorhaben zu begeistern? Die "Wandelmacherin" Gabriele Herdin hat einige Führungsstile unter die Lupe genommen.

Gabriele Herdin versteht sich als "Wandelmacherin". Als Executive Coach und Trainerin begleitet sie Institutionen und Personen auf ihrem Weg, um gemeinsam mit ihnen einen dauerhaft postiven Wandel herbeizuführen.
Auch die Bankenwelt befindet sich in einem digitalen Wandlungsprozess. Führungskräfte nehmen hier eine bedeutende Rolle ein. Als Bindeglied zwischen Vorstand und Mitarbeitern leisten sie einen entscheidenden Beitrag, dass Veränderungsprozesse erfolgreich verlaufen. In ihrem Beitrag stellt Gabriele Herdin dar, worauf es ankommt.

Die derzeitigen Diskussionen um die perfekte Art und Weise des Führens drehen sich um New Work, hierarchielos und agil. In der Bankenwelt ist dies eine Herausforderung, ist man doch aufgrund der Aufsicht einer gewissen Hierarchie verpflichtet.

Kann man einfach Führungsebenen weglassen, Abteilungen zusammenführen oder Beauftragte streichen? Steht ein Gesetz entgegen oder nur die Gewohnheit? Der Ansatz des agilen, mitarbeiter- und kundenzentrierten Denkens offeriert attraktive Vorteile. Schnell – Reaktionsstark - Transparent – Teamwork – crossfunktional.

Dennoch: Es gibt kein, wirklich kein System auf dieser Welt, in dem nicht irgendwann von einer Seite eingegriffen wird und eine klare, deutliche Intervention oder Vorgabe erfolgt.

Wollen Sie in einem Flugzeug sitzen, in dem sich Pilot und Co-Pilot erst in eine Teamsitzung begeben, um durch kollegiale Fallberatung zu klären, wie sie das Gewitter auf der Strecke angehen?
Oder: Was halten Sie von der Feuerwehr vor Ihrem brennenden Haus, die erst Ich-Botschaften übt, damit die Ansprache untereinander wertschätzend ist?

Wer ‚agil‘ in seiner umfassenden, klar zielgerichteten und erfolgsabhängigen Weise und Taktung schon erlebt hat, weiß – da gibt es klare Aufträge, Verantwortungsübernahme und sofortige Konsequenzen im Sprintrhythmus! Direktive Führung, also Anweisungen, die nicht zur Diskussion gestellt werden, gekoppelt mit Erfolgskontrolle, ist ein wirksamer Führungsstil.

Die Wirkung von direktiver Führung lässt sich nachweisen, wenn kurzfristig Ziele erreicht werden müssen (Brand löschen) oder schnell ein Teamziel verbessert werden soll.  Möchte eine Führungskraft Routine-Aufgaben neu etablieren, hat sie die Auswahl zwischen direktiver Führung oder befähigender Führung (empowering leadership) (Newsletter Ausgabe 3/19). Beide Ansätze zahlen gleich auf die Verankerung von Routinen ein.


Direktive Führung ist wirksam, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird!


Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit von Führung, ob bei direktiver oder anderen Führungsstilen, ist, dass den Mitarbeitenden der Sinn für Ihren Arbeitsauftrag klar ist. Wenn allen Beteiligten Vision, Sinn und Ziel bekannt sind, können sie am besten abwägen, wie sie in ihrer Arbeit vorgehen, welche Prioritäten gesetzt werden müssen und können ableiten, welche Gütekriterien bei der Umsetzung der Maßstab sind. Gleichzeitig können sie gezielt Fragen stellen, um in der Umsetzung voranzukommen und visionär mitwirken zu können. 


Abbildung 1 Übersicht Führung - evidenzbasiert

Wie macht man das – SINN und VISION kommunizieren?

Die Kommunikation einer Vision hat besonders dann eine positive Wirkung auf die Leistung, wenn die Vision mit einer bildhaften Sprache verknüpft ist. Zusätzlich sollte sich die Führungskraft auf einen Wert konzentrieren, den sie möglichst konkret beschreibt. Motivation durch Vision entsteht, wenn sich alle über das gemeinsam übergeordnete Ziel klar sind, diesen Wert teilen und für Ihre Arbeit dadurch eine klare Orientierung erhalten.

Visionäre Führung: Motivation durch begeisternde Vision

Visionäre Führung, die andere ansteckt: Überzeugung vermitteln, dass die Zukunft attraktiv ist; Zuversicht vermitteln; wichtige Ziele einfach ausdrücken;

Abbildung 2 Vier Bausteine der Visionären Führung – Das WIE

Beispiel:

Vision  ist:
Wir sind die Omnikanal-Bank am Platz, in der unsere Kunden uns auf allen Wegen erreichen können und wir unseren Kunden auf jedem Weg antworten können. Passgenau! Dies ist eine bildhafte Vision.

Moderieren kann die Führungskraft dazu:
Woran bemerken die Kunden und wir, die Bank, dass der Kunde passende Lösungen erhalten hat? Auf diese Frage können alle Beteiligten antworten und messbare Zielkriterien abgeleitet werden. Der Beratende kann in seinem Gestaltungspielraum entscheiden, welche Kanäle für diesen Kunden die beste Wirkung haben. Das große Ganze ist ihm bekannt.

Sinn braucht es immer!

Alles hat seine Zeit und seine Berechtigung. Der Anspruch an eine gute Führungskraft ist, dass sie sich über die Vorteile und Nachteile von bestätigten Führungsmethoden bewusst ist und möglichst viele Führungsbausteine situationsangemessen einsetzen kann, um zielgerichtet, sinnvoll und mitarbeiterorientiert zu handeln.
Zur Auswahl der passenden Führungsweise braucht die Führungskraft drei Blickwinkel:

  • Was ist das Erfolgsziel?
  • Wo stehen wir als Team?
  • Welchen Menschentyp in welcher Situation habe ich vor mir?

Dazu muss eine Führungskraft betriebswirtschaftlich und führungspsychologisch fit sein! Das ist im heutigen Bankenumfeld wichtiger denn je! Wie man Arbeitszufriedenheit gestalten kann, um Personal zu finden, zu binden und gesund zu erhalten, ist Führungsaufgabe!  

Das bleibt und wird gehypt:

  • Zeigen Sie Interesse an Ihren Mitarbeitern
  • Formulieren Sie den Sinn Ihrer Bankziele
  • Machen Sie sich verschiedene Führungsstile zu eigen


Ganz im Sinne der Kampagne des BVR - Morgen kann kommen!

Was sagen Praktiker dazu? Wie gelingt Führung? 

Frau Carolin Gewinner von der VR-Bank Würzburg empfiehlt ihren Führungskräften: Wichtig ist, sich individuell auf unterschiedliche Mitarbeiter-Typen einzustellen, generationenbezogen, lebensphasenbezogen und abgestimmt auf deren intrinsische Motivation, den Lebensmotiven. Dazu braucht es die Kenntnis zu den verschiedenen Führungsrollen und die Kenntnis von psychologischen Modellen sowie Inhalten der positiven Psychologie. 


Quellen:

Empowering Leadership – Ahearne/Mathieu/Rapp, 2015; Biemann/Kearney/Marggraf, 2015; Sharma/Kirkman, 2015

VeranstaltungDatumOrtSeminarartKürzel
21.09.2020BeilngriesSeminarICO 20001
09.11.2020-10.11.2020GrainauSeminarADIA 20001
22.09.2020-23.09.2020BeilngriesSeminarPEC 20001
 

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